Am 04. Juni 2009 erscheint mit Terminator: Die Erlösung der vierte und neuste Film, der sich dem Kampf gegen die Maschinen widmet. Bereits ca. eine Woche vorher, am 28. Mai 2009, erscheint das gleichnamige Spiel für die Xbox 360, PlayStation 3 und den PC. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, den angekündigten Koop-Modus für die Konsolen in Augenschein zu nehmen. So haben wir bereits jetzt einen ersten Blick auf die Xbox 360-Version geworfen und die ersten vier Kapitel im Splitscreen-Modus angespielt.
Vorab muss ich zugeben, dass ich mich nicht wirklich mit den Terminator-Filmen auskenne. Somit ist einzig und alleine der Koop-Modus des Spiels interessant für mich und dieser sollte auch Spaß machen, wenn man die Geschichte nicht 100%ig nachvollziehen kann. Um trotzdem einigermaßen zu wissen, worum es in dem Spiel eigentlich geht, habe ich mir erste Testberichte von anderen Webseiten angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Terminator: Die Erlösung hauptsächlich gute Bewertungen erhalten hat. Das setzt die Erwartungen an das Spiel natürlich im oberen Bereich an.
Das interessante für die richtigen Terminator-Fans dürfte wohl die Handlung sein, denn diese spielt zwei Jahre vor den Handlungen des neusten Kinofilms. In dem Spiel übernimmt man die Rolle von John Conner, der im Jahr 2018 gegen die Übermächtigen Skynet ums Überleben kämpft. Es gibt neun Kapitel zum Durchspielen, wir haben die ersten vier durchgespielt, um einen ersten Eindruck vom Spiel zu erhalten. Man kann die gesamte Einzelspielerkampagne im Koop-Modus durchspielen. Entweder über das Internet, oder mit der Konsolen-Version auch im Splitscreen-Modus.
Ich habe mir also einen Koop-Partner geschnappt, der für das Terminator-Experiment herhalten musste, und schon konnte es losgehen. Im Menü wählt man einfach den Koop-Modus aus und schon fängt das Spiel an zu laden. Eine Charakterauswahl gibt es nicht, Spieler 1 spielt als John Conner und Spieler 2 übernimmt die Rolle von der Kollegin Blair. Da die Charaktere keine Spezialfähigkeiten haben, ist es auch ziemlich egal, welchen Charakter man spielt. Wie gesagt fängt das Spiel sofort an zu laden und man hat das erste Mal das Vergnügen, die Ladezeiten zu genießen. Diese sind überdurchschnittlich lang, doch immerhin kann man während der Ladezeit einen Terminator-Kopf bewundern, den man sogar leicht bewegen kann.
Nach diesem fantastischen Erlebnis, den Terminator-Kopf für gefühlte fünf Minuten zu bewegen, geht es endlich los mit dem Spiel. Es folgt ein typisches, kleines Tutorial, in dem uns die Steuerung erklärt wird. Diese gestaltet sich übersichtlich und einfach, ein Deckungssystem rundet das Konzept ab. Spieler von Gears of War werden sich schnell zurecht finden. In der ersten Zwischensequenz wird uns erklärt, dass wir zu einem Hotel vorrücken müssen.
Schnell stellen sich uns die ersten Gegner in den Weg, nämlich einige fliegende Einheiten. Es fällt mir schwer, den fliegenden Robotern mit dem Fadenkreuz zu folgen, so dass viel Munition in den umliegenden Wänden landet. Sollte diese Tatsache den Spieler allzu sehr verärgern, hat man immerhin genügend Zeit, sich wieder zu beruhigen. Denn an Zwischensequenzen mangelt es wirklich nicht. Andauernd wird man aus dem Spielfluss gerissen, um irgendwelchen Unterhaltungen zu lauschen. Vielleicht ist die Tatsache, dass wir die ganzen Zwischensequenzen als nervig empfunden haben, Schuld daran, dass wir schnell nicht mehr wussten worum es überhaupt geht. Soeben ist in einer weiteren Zwischensequenz ein Hochhaus in sich zusammengefallen und es geht mit einer Autofahrt weiter. War das zusammengefallene Gebäude nun das Hotel, um welches es am Anfang ging? Wer weiß.
Ohne weiter darüber nachzudenken, ging es also mit den Autos weiter. Natürlich konnten wir nicht selber fahren, sondern nahmen jeweils einen Platz an einem Geschütz ein. Wie es sich für ein Actionspiel gehört, wurden wir von einem größeren Gegner verfolgt, den wir erledigen mussten. Nachdem wir den Gegner erfolgreich erledigt haben, ging es später zu Fuss weiter. Die Gegner, die sich uns in den Weg stellten, beschränken sich auf gefühlte drei oder vier Typen. Der "Trick" bei größeren Gegner ist, dass ein Spieler den Gegner ablenkt und der andere ihn von Hinten an einer empfindlichen Stelle anschießt und somit zerstört. Immerhin ein Hauch von Koop-Feeling. Die zweite -und während unserer Spielphase auch letzte- Koop-Handlung ist das Heilen des Partners, wenn er am Boden liegt. Insgesamt beschränkt sich das Spiel also auf das stumpfe Erschießen von gleichbleibenden Gegnertypen. Leider ging mir dabei des Öfteren die Munition aus, so dass ich komplett wehrlos war.
Zum Schluss vielleicht noch ein paar Eigenheiten, die uns in Terminator: Die Erlösung aufgefallen sind. Manchmal erscheint die Meldung "nicht aus dem Kampf bewegen", wenn man sich zu weit von den Gegnern entfernt. Allerdings scheint dieses System auch mal nicht so genau hinzuschauen und so kann es vorkommen, dass das Spiel mitten im Kampf als verloren angesehen wird. Teilweise wussten wir nicht genau, welchen Weg wir nehmen sollen. Eigentlich ist das Spiel sehr linear, doch teilweise gab es "unsichtbare Wände", was in einem modernen Spiel nicht mehr vorkommen sollte. Und wo wir gerade bei Wänden sind, ein weiteres Ereignis, welches uns stutzig gemacht hat. So konnte man einen KI-Kollegen, der mit dem Zusammenbau von Bomben beschäftigt war, einfach im Raum herumschieben. Der Versuch, ihn als menschliches Schutzschild zu verwenden, schlug aber leider fehl. Verwunderlich war auch die Tatsache, dass sich die Charaktere im Spiel extrem emotionslos verhalten haben, wenn einer ihrer Kollegen gestorben ist. Teilweise wurde der Tod von Charakteren, die eben noch mit einem gesprochen haben und dann gestorben sind, nicht mal beachtet. Da fragt sich doch, wer die wirkliche Maschine ist.
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