Nach vielen Wochen des Wartens und so einigen News zur Left 4 Dead-Demo ist sie nun endlich da! Wir haben die Demo mehrmals durchgespielt und so einen ersten Eindruck vom Spielgefühl gewonnen. Schafft es Left 4 Dead wirklich, eine Apokalypse-Atmosphäre mit gutem Koop-Teamplay zu vereinen? Eine Antwort auf diese Frage ist momentan am schnellsten zu bekommen, indem man sich die ca. 1,5 GB große Demo über die Online-Spieleplattform STEAM herunterlädt. Dies ist bereits jetzt möglich, wenn man durch besondere Aktionen einen Demo-Key bekommen hat. Ab dem 11. November steht die Demo dann der breiten Masse zur Verfügung. Sobald man den Download hinter sich gebracht hat, kann es auch schon losgehen.
Die Menüstruktur ist man bereits größtenteils von anderen Spielen gewohnt, die von Valve entwickelt wurden und auf der bewährten Source-Engine basieren. Die Einstellungen, wie für die Grafikdarstellung oder die Tastaturbelegung, sind schnell gefunden und bieten ausreichende Einstellungsmöglichkeiten. Auch auf schwächeren Systemen sollte sich die Grafik so einstellen lassen, dass man ein möglichst ruckelfreies Spielerlebnis haben kann.
Nachdem man die Einstellungen nach seinen Wünschen angepasst hat, möchte man natürlich so schnell wie möglich in ein Spiel einsteigen, um den Zombies zu zeigen, wo der Hammer hängt! Das macht natürlich am meisten Spaß, wenn man das Spiel mit Freunden spielt. Wenn die Auserwählten bereits in der Freundes-Liste von STEAM eingetragen sind, gestaltet sich das auch sehr einfach. Direkt im Hauptmenü wird angezeigt, welche Freunde momentan Left 4 Dead spielen und welcher Modus aktiviert ist. Durch einen Klick auf „join game“ ist man dann auch direkt in der Lobby, wo man sich mit den anderen Spielern unterhalten und seinen Charakter, den man spielen möchte, auswählen kann.
Sollte man das Pech haben, mit Unbekannten spielen zu müssen, gestaltet sich die Serversuche als ein Glücksspiel. Einen direkten Serverbrowser gibt es nämlich noch nicht, sobald vier Spieler per Zufall zusammengewürfelt wurden, kann der erste Spieler, der in der Lobby war, das Spiel starten. Das sogenannte „Matchmaking System“ sucht dann einen dedizierten Server, auf dem das Spiel dann läuft. Sollten die Spieler aus verschiedenen Regionen kommen, führt dies oft zu massiven Lags, die das Spiel teilweise unspielbar machen. Aber auch von groben Aussetzern des gesamten Systems und Abstürzen ist die Demo bei einigen Spielern betroffen. Das Entwicklerteam Valve arbeitet bereits mit Hochdruck daran, die Probleme zu beseitigen, so dass diese im fertigen Spiel größtenteils beseitigt sein sollten.
Doch genug der Technik, kommen wir zum Wichtigsten, nämlich dem Gameplay von Left 4 Dead. In der Demo hat man die Möglichkeit, die ersten beiden Abschnitte aus dem Level „No Mercy“ zu spielen. Die Spieler starten auf einem Dach in einer Stadt und sollen zum rettenden Krankenhaus „Mercy Hospital“ gehen, wo angeblich die Rettung wartet. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan, denn die Gegend ist voller blutrünstiger Zombies. Nachdem man sich mit Waffen ausgestattet hat, die praktischerweise ausreichend und an mehreren Stellen auf der Karte verfügbar sind, kann es auch schon losgehen.
Die Steuerung ist wie in jedem anderen Egoshooter auch und bedarf keiner großen Eingewöhnungsphase, so dass die ersten Zombies schnell umgelegt sind. Wirkliche Spannung oder eine gruselige Atmosphäre kann sich dabei nicht wirklich aufbauen, da das Spiel eher hektisch und schnell verläuft, aber dies kommt wahrscheinlich auch auf die Spieler an. Spätestens nachdem man versehentlich die erste Autoalarmanlage ausgelöst hat, ist es aber vorbei mit der Ruhe, denn dann sieht man den ersten Massenansturm von Zombies, die plötzlich aus allen Ecken und Gängen gerannt kommen. Sollte man nach diesem unübersichtlichen Gemetzel verwundet sein, kann man mit vorgefertigten Funksprüchen, die man mit X aufrufen kann, um Heilung bitten, oder sich bei anderen Spielern bedanken. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich über Mikrofon oder Textchat zu unterhalten.
Den aktuellen Gesundheitsstatus der Spieler kann man am unteren Bildschirmrand sehen, so kann man gut beurteilen, ob ein Mitspieler in Gefahr steckt, oder Heilung benötigt. Wenn ein Spieler wiederbelebt werden muss oder von einem Zombie niedergedrückt wird und Hilfe braucht, sieht man das an der orangenen Umrandung des betroffenen Spielers. Hauptsächlich beschränkt sich die Zusammenarbeit auch auf diese Punkte, theoretisch wäre es also möglich, alleine durch das Level in den Speicherraum zu rennen und die anderen Spieler im Stich zu lassen.
Sobald die überlebenden Spieler den "Saveroom" erreicht haben, gilt das Level als abgeschlossen und der nächste Abschnitt wird geladen. Ein bestimmtes Ziel oder eine Aufgabe gibt es in der Demo nicht zu bewältigen, das einzige Ziel ist es, in den Saveroom zu gelangen. Da Left 4 Dead speziell für Koop-Sessions entwickelt wurde, ist die Möglichkeit der Zusammenarbeit eher enttäuschend, dort hätte sich das Entwicklerteam Valve bedeutend mehr einfallen lassen können. Ob es in der Vollversion interessantere Möglichkeiten geben wird, im Koop zusammenzuarbeiten wird sich zeigen. Die Demo erweckt momentan eher den Eindruck, dass es sich bei Left 4 Dead um eine gute Modifikation für Half-Life 2 handelt statt um ein Koop-Spiel mit einer millionenschweren Entwicklung, welches auf Koop-Matches ausgelegt wurde.
#2 "ja das stimmt" von Nick
Mal schauen was die Vollversion so zu bieten hat.
#1 "Sehr gutes Review" von Vulture2kAber die Möglichkeiten des Coops sind wirklich nicht so überragend, schön wäre es auch gewesen etwas möglichkeiten zu geben wie sie in Splinter Cell vorhanden sind, dass man irgendjemand wo hoch hilft und der dann von dort aus mit dem Snipergewehr arbeitete oder so.. im Stile von Resident Evil..
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