Was unterscheidet den Shooter Left 4 Dead von anderen Spielen, in denen man als Zocker virtuell Zombies niedermetzeln muss? Natürlich das, was uns hier auch am meisten interessiert, nämlich der Koop-Modus! In diesem wird es möglich sein, mit bis zu vier Mitspielern um das Überleben zu kämpfen. Das Problem dabei ist, dass einem dabei eine ganze Horde von Zombies im Weg stehen werden. Das Spielprinzip ist dabei immer das selbe, die Menschen müssen überleben und entkommen - die Zombies setzen alles daran, dies zu verhindern. Zur Geschichte ist noch nicht viel bekannt, ausser das ein unbekannter Virus sehr viele Zombies hinterlassen hat. Ob das Spiel so viel Abwechslung zu bieten hat, das man über die eher spärliche Story hinwegsehen kann, wird sich noch zeigen.
Left 4 Dead wird momentan von den Turtle Rock Studios in Zusammenarbeit mit Valve entwickelt. Es sind also zwei sehr erfahrene Entwicklerteams am Werk, die bereits viele erfolgreiche Spiele auf den Markt gebracht haben. Mit Left 4 Dead wollen die Entwickler unter den Koop-Spielen den Status erreichen, den Counter Strike momentan bei teambasierenden Shootern hat. Man hat sich also eine hohe Messlatte gesetzt, allerdings gibt es bis jetzt auch nur wenige neue Spiele, die auf den Koop-Modus konzentriert sind. Bei dem technischen Part leistet die bewährte und ausgereifte Source-Engine ihre Dienste, die zum Beispiel schon in der Half-Life 2-Serie zum Einsatz kommt. Dies sorgt für eine solide Grafik mit schönen Effekten und guter Atmosphäre, Grafikenthusiasten werden aber wohl nicht auf ihre Kosten kommen. Immerhin ist so damit zu rechnen, dass Left 4 Dead auch auf schwächeren Rechnern gut laufen wird.
Spielerisch unterscheidet sich Left 4 Dead auf den ersten Blick nicht von anderen Egoshootern, immerhin wird man hauptsächlich damit beschäftigt sein, Zombies abzuknallen. Doch ohne Teamwork wird man nicht weit kommen, denn wenn man mit vier Spielern einer ganzen Horde virtueller Zombies gegenübersteht, wird schnell klar, das man sich gegenseitig helfen muss. Ansonsten sieht man dem virtuellen Tot so schnell ins Auge, das man die meiste Zeit damit beschäftigt sein wird, einfach nur zu warten. Denn wenn man gestorben ist, kann man erst wieder in das Spiel einsteigen, wenn die restlichen Kameraden einen bestimmten Zielpunkt erreicht haben. Mit den richtigen Mitspielern sollte es allerdings gar nicht erst so weit kommen, denn so lange die Gruppe zusammenhält, soll man gute Chancen haben, zu überleben. Sollte man doch einmal von den Zombies überwältigt werden, kann man von anderen Mitspielern wiederbelebt werden.
Wer den Gedanken hat, das man den virtuellen Untoten einfach gemütlich davonlaufen kann, irrt sich gewaltig. Denn die Zombies sind nicht von gestern und können sprinten, springen, klettern und einen sogar anspucken, was dann zu Sichtproblemen führt. Da hilft auch die Möglichkeit, Türen hinter sich zu verschließen, nicht lange weiter. Denn die klapprigen Holztüren werden, wie bei Zombies üblich, langsam zertrümmert und bieten somit nur für kurze Zeit Schutz. Sollte man dann Auge in Auge einem, oder mehreren, Zombies gegenüberstehen, hilft nur noch eins. Nämlich die virtuellen Waffen zu zücken, die einem zur Verfügung stehen und über die Level verteilt sind. Das Arsenal hält sich zwar in Grenzen, reicht für die alltägliche Zombiejagd aber locker aus. So kann man den Zombies mit Gewehren, Pistolen, Molotow-Cocktails und sogar Rohrbomben zu Leibe rücken. Sollte man alles verballert haben, bleibt einem nur die Möglichkeit, die Zombies durch gezielte Schläge abzuwehren.
Sollte man einmal Lust auf Zombiejagd haben und nicht genug Mitspieler für eine Koop-Runde finden, wird es auch möglich sein, die vier Kampagnen mit insgesamt ungefähr 20 Karten alleine zu spielen. Dafür wurde extra eine künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die einen guten Ersatz für menschliche Mitstreiter darstellen soll. Da sich die vier Spielfiguren, zwischen denen man wählen kann, nur optisch unterscheiden und keine speziellen Fähigkeiten haben, ist es weniger schlimm, wenn die Rollen mit künstlichen Spielern belegt werden. Allerdings steht wohl ohne Zweifel fest, dass man in diesem Spiel mit menschlichen Mitstreitern wesentlich mehr Spaß haben wird.
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